Home
Was ist Schuppenflechte

Veranlagung

Reizfaktoren
Diagnose
Vererbung
Erscheinungsbilder
Schuppende Formen
Pustulöse Formen
Begleiterkrankungen
Schwangerschaft
Behandlung von Schuppenflechte
Medikamente
Medikamentenliste
Physikalische Behandlung
Klimatherapie
Psychotherapie
Schuppenflechte bei Kindern
 
Lexikon
Suchen
Links
Linktausch
Impressum

 

REIZFAKTOREN

Unter den so genannten Reizfaktoren werden Ursachen zusammengefasst, die eine Psoriasis auslösen können. Es hat sich zum Beispiel gezeigt, dass ein physikalischer Druck, Verletzungen, Medikamente oder auch Infekte bei einer vorliegenden Veranlagung eine Erkrankung auslösen können.

Mechanische und traumatische Reizfaktoren
Die Medizin bezeichnet psoriatische Hauterscheinungen, die wegen einer mechanischen Reizung der Haut aufgetreten sind, als so genanntes Koebner-Phänomen.
Die mechanische Auslösung einer Schuppenflechte ist sehr häufig. Auslöser sind oftmals Armbanduhren oder Armbänder, Schnitte oder Kratzer, aber auch Narben. Weitere äußere Faktoren, die die Krankheit auslösen können, sind zudem Verbrennungen, wie zum Beispiel bei einem Sonnenbrand oder Verbrühungen.
Beobachtungen haben zudem gezeigt, dass auch nach einer Impfung eine verstärkte Schuppenbildung an der betroffenen Stelle ausgelöst werden kann.

Kleidung

Synthetische Stoffe sind bei dieser Krankheit eher ungünstig, da sie die Atmung der Haut beeinträchtigen. Es bildet sich verstärkt Schweiß, der vor allem in den Hautfalten, also z. B. unter den Armen, den Leisten, der Po-Falte und bei Frauen unter den Brüsten für neue Herde verantwortlich sein kann.
Besser ist es, wenn man glatte Naturstoffe, als zum Beispiel Baumwolle, Leinen oder Seide, verwendet. Bei Schafwolle sollte man vorsichtig sein, da sie bereits erkrankte Haut zusätzlich reizen kann.

Neben dem Stoff der Kleidung ist natürlich auch die Art der Kleidung selbst entscheidend. Enge Hosen, Röcke oder bei Frauen ein zu enger BH sollten nicht getragen werden, da die Haut Luft zum Atmen braucht. Ein häufig anzutreffendes Merkmal einer Schuppenflechte ist, dass an Orten einer übermäßig starken Reizung, als zum Beispiel unter eng anliegenden Trägern oder Gürteln, vermehrt Schuppenbildung auftritt.

Hautschäden
Es hat sich gezeigt, dass jede Beschädigung der Haut ein möglicher Auslöser einer Schuppenflechte sein kann. Vor allem die Hände, der Handrücken und die Unterarme sind besonders oft betroffen. Die Ursachen liegen im häufigen Waschen und einer fortgesetzten mechanischen Belastung. Diese Hautstellen bilden zuerst Rötungen, die später Bläschen, Schuppen oder auch Krusten ausbilden können. Des weiteren entstehen kleine, manchmal auch schmerzhafte, Risse in der Haut.

Medikamente und Alkohol
Wenn eine Schuppenflechte zur ersten Mal bei einem Erwachsenen auftritt, so kann dies an eingenommenen Medikamenten liegen. Auch eine plötzliche Verschlechterung einer bereits bekannten Erkrankung kann durch Medikamente bedingt sein. Der Arzt sollte hier auf bestimmte Medikamente achten, die bei zu hohem Blutdruck eingesetzt werden. Wird ein Zusammenhang festgestellt, so sollte natürlich das Medikament durch ein anderes ersetzt werden, wenn dies möglich ist, beziehungsweise das Medikament sollte komplett weggelassen werden. Ein Zusammenhang zwischen Erkrankung und der Einnahme der Medikamente ist um so wahrscheinlicher, je näher der Zeitpunkt der Erkrankung mit dem Zeitpunkt der ersten Einnahme zusammen liegen.

Ein Medikament, das bekanntermaßen bei einer bestehenden Veranlagung zur Schuppenflechte die Krankheit auslösen kann, ist Lithium. Dieses Lithium wird jedoch nur selten und auch nur bei psychischen Erkrankungen eingesetzt.
Als weitere Auslöser von Schuppenflechte gelten auch Medikamente gegen Malaria.

Ein weiterer häufiger Reizfaktor ist Alkohol. Regelmäßiger Genuss von Alkohol kann dazu führen, dass sich die Erkrankung weiter ausbreitet, chronisch wird und die Behandlung erschwert. Man sollte bei einer Erkrankung also weitestgehend auf Alkohol verzichten.

Infektionen
Besonders bakterielle Halserkrankungen können eine Schuppenflechte auslösen. Dies findet man überwiegend bei Kindern und bei Jugendlichen häufig. Während der Infektion entstehen typische Hautstellen. Speziell bei dieser Form der Erkrankung kann auch das Gesicht von einer verstärkten Schuppenbildung betroffen sein. Die Erkrankung greift dann schnell auf den gesamten Körper über, man nennt sie daher auch akut-exanthematisch. Ein typisches Anzeichen dafür ist eine starke Rötung der einzelnen Herde und eine stark haftende Schuppenschicht. Verantwortlich für die Erkrankung ist wie gesagt der Infekt, nicht die möglicherweise wegen der bakteriellen Infektion gegebenen Antibiotika. Diese können jedoch den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen. Sie können die Heilung manchmal sogar beschleunigen. Ein weiteres typisches Merkmal ist zudem, dass sich die Schuppenflechte nach der Heilung des Infektes wieder zurückbildet. Deswegen sollte eine Therapie möglichst mild gestaltet werden. Es haben sich abschuppende Cremes und eine Bestrahlung mit UV Licht bewährt.

Bei Virusinfektionen, wie zum Beispiel Röteln und Masern, aber auch bei einer Gürtelrose, können manchmal typische Hauterscheinungen für eine Schuppenflechte an den betroffenen Stellen auftreten.

Ein Pilzbefall, vor allem durch Hefepilze, tritt meist in Hautfalten auf, also zum Beispiel zwischen den Fingern und den Zehen, an den Leisten, am Gesäß, in den Achseln oder im Bauchnabel.
Sollte der Patient stark übergewichtig sein, so kommen zusätzlich noch Bereiche mit größeren Hautfalten dazu, besonders in der Bauchgegend oder unter den Brüsten.
Die dort angesiedelten Hefepilze können eine Schuppenflechte auslösen.

Generell kann man jedoch nicht sagen, dass Hefepilze und andere auf der Haut existierenden Pilze eine Schuppenflechte auslösen müssen. Zwar kann ein Pilz, ein Bakterium oder ein Virus die Ursache für eine Schuppenflechte sein, jedoch nur dann, wenn eine Veranlagung zur Krankheit besteht.

Andere Erkrankungen
Auch andere Erkrankungen können zur Ausbildung der Schuppenflechte beitragen. So ist z. B. eine Zuckerkrankheit (Typ II Diabetes) im höheren Alter die Ursache für die Entstehung einer Schuppenflechte.

 
Linkpartner
[an error occurred while processing this directive]